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18.08.2026

Kürzungen im Gesundheitsetat

Der Bundeshaushalt 2027 sieht für den Gesundheitsbereich deutlich weniger Mittel vor als im Vorjahr. Besonders betroffen sind die Zuwendungen an den Gesundheitsfonds und die Pflegevorsorge.

Im Entwurf des Bundeshaushalts 2027 sind für den Gesundheitsetat Ausgaben in Höhe von rund 14,33 Milliarden Euro vorgesehen – ein Rückgang von 7,43 Milliarden Euro im Vergleich zum laufenden Jahr. Der größte Posten, der Bundeszuschuss an den Gesundheitsfonds, sinkt von 14,5 auf 12,5 Milliarden Euro. Zudem entfällt das überjährige Darlehen an den Gesundheitsfonds in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, das 2026 noch veranschlagt war. Auch die Ausgaben für die Pflegevorsorge und sonstige soziale Sicherung reduzieren sich deutlich von 3,28 auf 79 Millionen Euro, da das Darlehen an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung wegfällt.

Im Bereich Prävention und Gesundheitsverbände steigen die Ausgaben auf 851 Millionen Euro, vor allem durch höhere Investitionen in die Cybersicherheit von Gesundheitseinrichtungen. 

Für Versicherte könnte die Kürzung des Bundeszuschusses langfristig zu höheren Beiträgen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung führen, da die Finanzlücken anders ausgeglichen werden müssen. Betroffene sollten die Entwicklung der Beitragssätze im Auge behalten und gegebenenfalls private Vorsorge prüfen.