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25.09.2026

Gezielte Tempo-30-Abschnitte reduzieren Zahl schwerer Unfälle

Eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer kommt zu dem Ergebnis, dass gezielte Tempo-30-Abschnitte auf innerstädtischen Hauptverkehrsstraßen die Zahl der Unfälle mit Verletzten deutlich senken können.

Die Auswertung von 30 Abschnitten, auf denen zuvor Tempo 50 galt, vergleicht drei Jahre vor der Umstellung mit zwei bis drei Jahren danach: Nach der Einführung blieb jeder sechste Unfall mit Verletzten aus, und die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten oder Getöteten sank um mehr als die Hälfte. Allerdings hielten sich viele Verkehrsteilnehmende nicht an die Vorgabe: Nur etwa ein Viertel fuhr höchstens 30 km/h, während die Durchschnittsgeschwindigkeit knapp unter dem früheren Niveau lag.

Der Effekt zeigte sich besonders an komplexen oder sensiblen Stellen, auf mehrspurigen Straßen und in Bereichen mit gemeinsamen Nutzungen von Straßen und Straßenbahnen. Besonders auffällig war der Rückgang von Kollisionen zwischen Kraftfahrzeugen, aber auch Unfälle mit Fußgängern und schwere Unfälle mit Radfahrenden nahmen ab. Nicht vermieden wurden unter anderem 43 Prozent der schweren Unfälle; Dooring-Unfälle und Alleinunfälle von Radfahrenden nahmen ebenfalls ab. Die Studie sagt jedoch nichts darüber aus, ob ein flächendeckendes Tempo-30-Limit in Städten insgesamt sinnvoll wäre.

Tempo-30-Abschnitte seien ein Baustein der Verkehrssicherheit und müssten durch sichere Überwege, gute Sichtbeziehungen, geeignete Straßenraumgestaltung und Geschwindigkeitskontrollen ergänzt werden. Die novellierte Straßenverkehrsordnung eröffnet Kommunen zudem zusätzliche Möglichkeiten, etwa an Schulwegen und Zebrastreifen.

Auswirkungen auf die Kfz-Versicherung seien zwar möglich (weniger Unfälle könnten Prämien beeinflussen), doch Tarife hängen von vielen weiteren Faktoren ab; nach einem Unfall bleiben Vertragsbedingungen und der konkrete Unfallhergang maßgeblich. Haben Sie Fragen zu Ihrem Tarif in der Kfz-Versicherung? Wir beraten Sie dazu gerne.